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STUDIO REAL III/ Kunst und Öffentlichkeit

Was haben ein Kunstbuch-Verlag, ein Projektraum und ein Container als Ausstellungsort gemeinsam? Alle drei Präsentationsformen sind aus künstlerischer Eigeninitiative entstanden und verstehen sich als alternative Formate zu den etablierten Institutionen. Die Macher und Macherinnen kultivieren in ihrer Arbeit Eigensinn und Abgrenzung gegenüber festgefahrenen Ausstellungs- und Publikationsmöglichkeiten. Im Mittelpunkt stehen dabei Fragen nach einem spezifischen Medium und seinen formalen und inhaltlichen Möglichkeiten,  genreübergreifende Netzwerke und neue Ausstellungsformate oder die Neuinterpretation der Institution Kunstverein als mobiler Kunstraum. Die Projekte zeigen deutlich, dass Leidenschaft, Risikobereitschaft und ein erweiterter Kunstbegriff Möglichkeiten für eine wirksame Öffentlichkeit und Selbstverortung schaffen können.

Studio Real III wird gefördert von der Kulturdirektion Weimar, dem ACC Weimar und dem Careers-Service der Bauhaus-Universität Weimar

 Konzeption: Caroline Hake.

Photography calling!

Vorbereitungen zu PHOTOGRAPHY CALLING!, Projektraum Thierry Geoffroy Colonel, © Sprengel Museum Hannover

Inka Schube, Hannover

Inka Schube (1961) leitet seit 2001 die Abteilung für Fotografie und Medienkunst am Sprengel Museum Hannover und hat zahlreiche Gruppen- und Einzelausstellungen kuratiert. Zuletzt gemeinsam mit Thomas Weski die umfangreiche Ausstellung  künstlerischer Dokumentarfotografie „Photography Calling“, die wichtige internationale Positionen von 1960 bis heute vereinigte. Das Sprengel Museum erwirbt regelmäßig Werke für die Sammlung „Fotografie und Medien“ und zeigt in der „Bluebox“ Film- und Videoarbeiten junger KünstlerInnen. Damit gehört das Sprengel Museum zu den wenigen Museen, die kontinuierlich Fotografie und Video/Film als Kunstform ausstellen und sammeln. „Foto- und Medienkunst gewinnt ihre besondere Virulenz aus dem Wechselverhältnis, in dem sie zur visuellen Alltagskultur, zu ihren Bildformen, Bildinhalten und Distributionsweisen steht...“ so Inka Schube über die Qualität dieser Medien. In diesem Gespräch wird sie über ihre kuratorischen Prioritäten berichten und Einblick in die, gerade für KünsterInnen interessanten, Entscheidungsprozesse geben.

ACC Redaktion (30.03.2012)

Mittwoch, 20. Juni 2012, 20:00 Uhr, ACC Galerie
Eintritt: 3 € / erm.: 2 € / Tafelpass: 1 €