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STUDIO REAL III/ Kunst und Öffentlichkeit

Was haben ein Kunstbuch-Verlag, ein Projektraum und ein Container als Ausstellungsort gemeinsam? Alle drei Präsentationsformen sind aus künstlerischer Eigeninitiative entstanden und verstehen sich als alternative Formate zu den etablierten Institutionen. Die Macher und Macherinnen kultivieren in ihrer Arbeit Eigensinn und Abgrenzung gegenüber festgefahrenen Ausstellungs- und Publikationsmöglichkeiten. Im Mittelpunkt stehen dabei Fragen nach einem spezifischen Medium und seinen formalen und inhaltlichen Möglichkeiten,  genreübergreifende Netzwerke und neue Ausstellungsformate oder die Neuinterpretation der Institution Kunstverein als mobiler Kunstraum. Die Projekte zeigen deutlich, dass Leidenschaft, Risikobereitschaft und ein erweiterter Kunstbegriff Möglichkeiten für eine wirksame Öffentlichkeit und Selbstverortung schaffen können.

Studio Real III wird gefördert von der Kulturdirektion Weimar, dem ACC Weimar und dem Careers-Service der Bauhaus-Universität Weimar

 Konzeption: Caroline Hake.

Zurück in die Stadt von Morgen

Wo hört eine Zukunft auf, die man in der Vergangenheit entworfen hatte? Erzählte Episoden am 11.4.

Michaela Schweiger, Berlin

Michaela Schweiger, Jahrgang 1966, setzt sich in ihrer Arbeit mit der Auflösung architektonischer und gesellschaftlicher Utopien der Nachkriegsmoderne in Ost und West auseinander. Dabei verbindet sie modellhafte, architektonische Skulpturenelemente mit Film/ Video, so dass ihre Arbeiten je nach Ausstellungssituation zu raumgreifenden Installationen werden. Ihre Filme basieren auf dokumentarischem Material, wie z. B. Interviews mit Anwohnern, die jedoch mit fiktiven Anteilen verbunden und teilweise mit Schauspielern verfilmt werden. Zustandsbeschreibungen, Rückblicke auf Utopien der Architekten und Ausblicke auf zukünftige Lebensperspektiven werden miteinander verwoben. In ihrer Arbeit «Begleiter», die 2010 den Marler Video-Kunst-Preis erhielt, stellt sie Bilder der Filmproduktion künstlich medialen Räumen gegenüber und beschreibt in surreal anmutenden Szenen die Lebens- und Arbeitswelt von Frauen verschiedener Generationen. Michaela Schweiger lebt in Berlin und ist seit 2011 Professorin für Zeitbasierte Künste an der Burg Giebichenstein, Halle (Saale).

ACC Redaktion (28.03.2012)

Mittwoch, 11. April 2012, 20:00 Uhr, ACC Galerie
Eintritt: 3 € / erm.: 2 € / Tafelpass: 1 €