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STUDIO REAL III/ Kunst und Öffentlichkeit

Was haben ein Kunstbuch-Verlag, ein Projektraum und ein Container als Ausstellungsort gemeinsam? Alle drei Präsentationsformen sind aus künstlerischer Eigeninitiative entstanden und verstehen sich als alternative Formate zu den etablierten Institutionen. Die Macher und Macherinnen kultivieren in ihrer Arbeit Eigensinn und Abgrenzung gegenüber festgefahrenen Ausstellungs- und Publikationsmöglichkeiten. Im Mittelpunkt stehen dabei Fragen nach einem spezifischen Medium und seinen formalen und inhaltlichen Möglichkeiten,  genreübergreifende Netzwerke und neue Ausstellungsformate oder die Neuinterpretation der Institution Kunstverein als mobiler Kunstraum. Die Projekte zeigen deutlich, dass Leidenschaft, Risikobereitschaft und ein erweiterter Kunstbegriff Möglichkeiten für eine wirksame Öffentlichkeit und Selbstverortung schaffen können.

Studio Real III wird gefördert von der Kulturdirektion Weimar, dem ACC Weimar und dem Careers-Service der Bauhaus-Universität Weimar

 Konzeption: Caroline Hake.

P/Act for Art

Der Kurator der siebten Berlin-Biennale 2012 –sein umstrittenes Werk verspricht einigen Zündstoff: Gespräch mit Artur Żmijewski am 12.12.
Artur Zmijewski, Repetition, 2005 Installation, single channel video, 39.17 min., color, sound Courtesy the artist and Galerie Peter Kilchmann

Artur Żmijewski, Warschau

Der Künstler und Kurator der 7. Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst (28.4.-1.7.2012) Artur Żmijewski arbeitet vor allem mit den Medien Fotografie und Film. Insbesondere interessiert er sich für das Machtpotential von Kunst und ihren möglichen Einfluss auf Politik und Gesellschaft. Mit nahezu anthropologischem Blick untersucht er soziale Normen, Moral und die Machtrepräsentationen in der heutigen Gesellschaft und zeigt jene, die marginalisiert wurden. In „Out for a walk“ (2001) zeigt er einen Querschnittsgelähmten, der zum Gehen motiviert wird. 2004 überredete er einen Überlebenden eines Konzentrationslagers seine tätowierte Häftlingsnummer „80064“ erneuern zu lassen. Żmijewski ist Mitglied der politischen Bewegung „Krytyka Polityczna“ in Polen und künstlerischer Leiter des gleichnamigen Magazins.

In dem Gespräch wird er über seine kuratorische Arbeit für die Biennale sprechen. Gefördert mit Mitteln des Studierendenservicefonds und Careers-Service der Bauhaus-Universität Weimar.

Studenten frei!

ACC Redaktion (25.11.2011)

Montag, 12. Dezember 2011, 20:00 Uhr, ACC Galerie
Eintritt: 3 € / erm.: 2 € / Tafelpass: 1 €