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STUDIO REAL III/ Kunst und Öffentlichkeit

Was haben ein Kunstbuch-Verlag, ein Projektraum und ein Container als Ausstellungsort gemeinsam? Alle drei Präsentationsformen sind aus künstlerischer Eigeninitiative entstanden und verstehen sich als alternative Formate zu den etablierten Institutionen. Die Macher und Macherinnen kultivieren in ihrer Arbeit Eigensinn und Abgrenzung gegenüber festgefahrenen Ausstellungs- und Publikationsmöglichkeiten. Im Mittelpunkt stehen dabei Fragen nach einem spezifischen Medium und seinen formalen und inhaltlichen Möglichkeiten,  genreübergreifende Netzwerke und neue Ausstellungsformate oder die Neuinterpretation der Institution Kunstverein als mobiler Kunstraum. Die Projekte zeigen deutlich, dass Leidenschaft, Risikobereitschaft und ein erweiterter Kunstbegriff Möglichkeiten für eine wirksame Öffentlichkeit und Selbstverortung schaffen können.

Studio Real III wird gefördert von der Kulturdirektion Weimar, dem ACC Weimar und dem Careers-Service der Bauhaus-Universität Weimar

 Konzeption: Caroline Hake.

Das Archiv Peter Piller

Die Absurdität unserer alltäglichen Lebenswirklichkeit bildlich dargestellt am 28.11.

Peter Piller, Hamburg

Seine Arbeiten werfen einen kritischen wie humorvollen Blick auf Phänomene deutscher Alltagskultur: «Peripheriewanderungen», «Bürozeichnungen» und das «Archiv Peter Piller» bilden den Schwerpunkt seiner Arbeit, die die Absurdität unserer Lebenswirklichkeit widerspiegeln. Peter Piller (*1968) hat eine umfangreiche Sammlung von Bildmaterial aus Regionalzeitungen, Nachlässen usw. in seiner Arbeit «Archiv Peter Piller» zusammengefasst und nach Kategorien geordnet: «Schlafende Häuser», «in Löcher blicken», «Bauerwartungsflächen» – so ein Teil der Titel. Im Gespräch wird Piller auch auf andere Arbeiten wie seine Peripheriewanderungen eingehen. Die dabei entstandenen Texte, Fotografien und Zeichnungen hat er in Künstlerbüchern veröffentlicht. Pillers Arbeiten wurden im In- und Ausland präsentiert, u. a. im Kunstmuseum Bonn und aktuell in der Ausstellung «unheimlich vertraut» bei C/O -Berlin. Seit 2006 ist er Professor für Fotografie im Feld der zeitgenössischen Kunst an der HGB Leipzig. Mit freundlicher -Unterstützung der Bauhaus-Universität Weimar, Studierenden-Service-Fonds.

ACC Redaktion (26.10.2011)

Montag, 28. November 2011, 18:00 Uhr, ACC Galerie
Eintritt: frei!