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Kunst, Spektakel und Revolution

Veranstaltungsreihe zum Verhältnis zwischen den Bewegungen der Avantgarde und den revolutionären Bewegungen

eine Kooperation zwischen dem ACC Weimar und dem Bildungskollektiv BiKo e.V.

Blog zur Reihe: spektakel.blogsport.de

Heinrich Heine und der Präcommunismus

Heine als Grenzgänger, als Künstler, als das Genie. Klaus Brigleb offenbart als Heine-Experte politische Dimensionen seines Oeuvres am 13.7.

Klaus Briegleb, Hamburg

Wie kein anderer deutscher Schriftsteller war Heinrich Heine dazu prädestiniert, ein Grenzgänger zu werden, wurde er doch auf der Grenze zweier Jahrhunderte und zweier Welten geboren und wuchs zwischen zwei Kulturen und Religionen auf. Wie kein anderer fühlte er sich gezwungen, Grenzen zu passieren, zu verletzen und einzureißen. Blieb sein Leben durch Überqueren geographischer, politischer und religiöser Grenzen geprägt, so auch sein Werk durch Versetzen ästhetischer, intellektueller und schließlich existentieller Marksteine. Der «zynische Materialismus» Heines leistet dies: Er spaltet in der Erinnerung die falschen Vereinheitlichungen im revolutionären Denken wieder auf und stellt die gespannten Beziehungen des Intellektuellen zur Geschichte genauer auf die wirkliche Wirklichkeit menschlicher Alltagserfahrung ein. Klaus Briegleb referiert im Vortragsgespräch über Heines Beziehung zur Revolution. Er ist renommierter Heine-Forscher und Herausgeber von Heines «Sämtliche Schriften».

ACC Redaktion (28.06.2012)

Freitag, 13. Juli 2012, 20:00 Uhr, ACC Galerie
Eintritt: 2 € | Kinder 1 €