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Kunst, Spektakel und Revolution

Veranstaltungsreihe zum Verhältnis zwischen den Bewegungen der Avantgarde und den revolutionären Bewegungen

eine Kooperation zwischen dem ACC Weimar und dem Bildungskollektiv BiKo e.V.

Blog zur Reihe: spektakel.blogsport.de

Nach Großstadt und Geistesleben

Über die Unwirtlichkeit der Städte am 18.8.

Roger Behrens, Hamburg

Erst in der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts offenbart sich das vollendete Spektakel des
Urbanismus: Stadt als Zentrum einer alle Lebensbereiche durchdringenden Kommodifizierung als permanente Rückkopplung zwischen Politik und Ästhetik. Gleichwohl sedimentierten sich damit im Gefüge der Stadt Widersprüche, die nunmehr die Urbanität selbst infrage zu stellen scheinen: Die Städte, von denen noch vor wenigen Jahrzehnten behauptet wurde, dass sie für die Ewigkeit einer fortwährenden Moderne gebaut wurden, sind nicht nur unmodern geworden oder versuchen ihre postmoderne Wiedergeburt in einer zweiten Moderne zu inszenieren, sie verschwinden sogar. Und mit ihnen beinahe alles, was die Menschen einst als Stadtmenschen auszeichnete: der Alltag in den Straßen, das Wohnen, das Flanieren und Spazieren, also die Stadt als Erfahrungsraum, als Ort des Feierns und als Spielplatz. Die Stadt wird posturban. Roger Behrens arbeitet zur Kritik der großen und der kleinen Stadt im Kapitalismus.

ACC Redaktion (01.08.2011)

Donnerstag, 18. August 2011, 20:00 Uhr, ACC Galerie
Eintritt: 2 € | 1 €