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Kunst, Spektakel und Revolution

Veranstaltungsreihe zum Verhältnis zwischen den Bewegungen der Avantgarde und den revolutionären Bewegungen

eine Kooperation zwischen dem ACC Weimar und dem Bildungskollektiv BiKo e.V.

Blog zur Reihe: spektakel.blogsport.de

Lesung: „Unsereiner Kriegsundführerkinder“

Ein Buch über das Nichtvergessenkönnen: Lesung am 3.12.

Heike Schmitz, Berlin

In ihrem Roman „Unsereiner Kriegsundführerkinder“ erzählt Heike Schmitz von einer Kontinuität des Nationalsozialismus, die als Haltung, Ich-Zurichtung, Wir-Halluzination und Trauma über die Generationen hinweg weiter gegeben wurde. Die Wiederkehr des Verdrängten äußert sich in diesem Roman in einer rasanten Geschwindigkeit der Sprache – es ist zum einen das leere Vorwärts des Wiederaufbaus, zum anderen das plötzliche, blitzhafte Aufbrechen von Erinnerungen; eine traumartige Gleichzeitigkeit von Stillstand und Raserei: „Es bedurfte eines Erzähler-Ichs, das, alle Distanz preisgebend, die geahnte Kontinuität zwischen NS-Zeit und Nachkriegszeit verkörperte in einer halluzinatorisch an eine stillgestellte Gegenwart gebannten Gestalt, die sich restlos und bedingungslos mit der Bewegung identifizierte, in die ihre Eltern als Kinder hineingestellt worden waren“ (Peter Bürger). Heike Schmitz ist zurzeit Stipendiatin des Kollegs Friedrich Nietzsche und arbeitet dort zu Elisabeth Förster-Nietzsche.

www.archive.org/details/FeatureHeikeSchmitzUnsereiner

 

ACC Redaktion (22.11.2010)

Freitag, 3. Dezember 2010, 20:00 Uhr, ACC Galerie
Eintritt: 2 € | 1 €