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Kunst, Spektakel und Revolution

Veranstaltungsreihe zum Verhältnis zwischen den Bewegungen der Avantgarde und den revolutionären Bewegungen

eine Kooperation zwischen dem ACC Weimar und dem Bildungskollektiv BiKo e.V.

Blog zur Reihe: spektakel.blogsport.de

Ein Blick zurück - Über die feministische Utopie, eine Geschichte zu haben

Der Kassandra-Mythos erzählt von der weiblichen Subjektgeschichte am 7.10.
© Evelyn de Morgan, Wikimedia Commons

Workshop | mit Johanna Krümpelbeck, Pia Marzell vom AK Unbehagen, Leipzig

Dass sich die Emanzipation der Frau nicht automatisch aus ihrer ökonomischen Gleichstellung ergeben würde, war für Lenin und viele seiner männlichen Genossen undenkbar. Die russische
Revolution war vor allem als Emanzipation des männlichen Subjekts gedacht worden, das "Private" blieb das Problem der Frauen.
Wir werfen einen Blick zurück und sehen uns Emanzipationsentwürfe an, die sich dezidiert mit Privatsphäre, Sexualität, psychischen Strukturen und kulturellen Aspekten beschäftigen. Auch Christa Wolf denkt in ihrer Neuerzählung des Kassandra-Mythos’ über die Abspaltung des Weiblichen aus der Öffentlichkeit nach und lässt ihre Figur über die Folgen dieser Trennung reflektieren. Ausgehend davon wollen wir mit Euch darüber diskutieren, wie eine Utopie ohne getrennte Sphären aussehen könnte und darüber nachdenken, ob nicht schon in dem (Um)Erzählen einer Geschichte etwas Revolutionäres aufscheint. Die Zahl der Teilnehmer(innen) ist beschränkt — wir bitten um Anmeldung unter biko@arranca.de

ACC Redaktion (04.10.2017)

Samstag, 7. Oktober 2017, 14:00 Uhr, ACC Galerie
Eintritt: 2 € | 1 €