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Kunst, Spektakel und Revolution

Veranstaltungsreihe zum Verhältnis zwischen den Bewegungen der Avantgarde und den revolutionären Bewegungen

eine Kooperation zwischen dem ACC Weimar und dem Bildungskollektiv BiKo e.V.

Blog zur Reihe: spektakel.blogsport.de

Realismus, Antifaschismus, Expressionismus


Zum Verhältnis der Kunst zur Gesellschaft am 13.5.

Roger Behrens, Hamburg, und Kerstin Stakemeier, Berlin

1936 und 1938 diskutierten Ernst Bloch, Anna Seghers, Georg Lukács und andere über das Konzept des Realismus. Es ging um die Funktion der revolutionären Kunst, wie sie die Realität fassen könne, sie erkennbar mache, ohne sie dabei zu affirmieren. Während Lukács und Brecht nach einem sozialistischen Realismus suchten, stellte Bloch den Expressionismus als einzig denkbaren Realismus angesichts des Faschismus dar. Auch wenn die Debatte bereits wenig später beendet war und sich von nun an fast ausschließlich in staatsimmanenten Erörterungen der realsozialistischen Länder niederschlug, setzt sie sich in der Kunst des 20. Jahrhunderts fort. Immer geht es um die Frage nach dem Verhältnis der Kunst bzw. Künste zur Gesellschaft und das Problem, in welcher Weise Kunst überhaupt gesellschaftliche Wirklichkeit zu erfassen vermag. Eine Kooperation mit dem BiKo e.V., gefördert von der RLS Thüringen.

ACC Redaktion (26.04.2010)

Donnerstag, 13. Mai 2010, 20:00 Uhr, ACC Galerie
Eintritt: 2 € | 1 €