Topos Tatort

Fiktionen des Realen am 30.6.

Anna Häusler, Berlin und Jan Henschen, Weimar

Der «Topos Tatort» ist zugleich Titel des vorgestellten Buches wie das Programm des Abends: Über den Fernsehkrimi am Sonntagabend hinaus wird er als Motiv der Literatur, der Fotografie, des Films und der Geschichtsschreibung präsentiert. Ein Tatort stellt dabei nicht einfach die räumliche Vermessung einer Straftat dar, er bildet ein ganzes Konglomerat aus Verdachtsmomenten und Indizien. An ihm verschränken sich Realität und Fiktion, Tatsache und Hypothese, und er funktioniert als Projektionsfläche von Spekulationen und Fantasien. Er wird damit zu einem Idealtopos für Geschichten und ihre Aufzeichnungsmedien. Die Beiträge des Buches vermessen den «Topos Tatort» in verschiedenen historischen, erzählerischen und visuellen Kontexten. Mit zur Nachahmung empfohlenen Beispielen geben die Herausgeber Anna Häusler und Jan Henschen Einblicke in die mediale Arbeit am Tatort und werden ihn nicht zuletzt zu einem kurzweiligen Programm aus Film, Wort, Musik und kleinen Snacks machen. Denn «Polizisten sind nicht nur die besseren Photographen, sondern auch die besseren Schriftsteller.» (Uwe Nettelbeck)
 

ACC Redaktion (28.05.2011)

Donnerstag, 30. Juni 2011, 20:00 Uhr, ACC Galerie
Eintritt: frei!