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PEGIDA – eine neue außerparlamentarische Bewegung von rechts?

Ist das so?

Alexander Häusler | Danilio Starosta

 PEGIDA (Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlands) ist eine neue soziale Bewegung von rechts, die in Dresden tausende Menschen zu Demonstrationen mobilisieren kann. Ihr offizieller Forderungskatalog ist dabei in sich widersprüchlich, doch die Botschaften der Demonstranten umso eindeutiger: Sie leben in einer Welt fremdenfeindlicher Phantasien und scheinen in der sozialen Wut auf die mediale und politische Klasse geeint, der sie mit „Haut ab“ und „Lügenpresse“-Parolen das öffentliche Gespräch verweigern.


Bisher wurden nur in Dresden über zehntausend Menschen für fremdenfeindliche Parolen mobilisiert. PEGIDA Dresden wurde dabei nicht aus der organisierten rechten Szene heraus initiiert, auch wenn sich diese Szene von diesem Mobilisierungserfolg angezogen fühlt. PEGIDA gelingt es in Dresden, darüber hinaus die Diskriminierungsbereitschaft in der Mitte der Gesellschaft zu mobilisieren. An den PEGIDA-Demonstrationen in Dresden haben auch Menschen aus Thüringen und anderen Bundesländern teilgenommen. Bisherigen PEGIDA-Initiativen in anderen Städten blieben gleichwohl auf das Milieu der radikalen Rechten beschränkt, so dass vergleichbare Mobilisierungserfolge ausblieben.
Droht mit PEGIDA eine neue soziale Bewegung von rechts, die im Zusammenhang mit den AfD-Wahlerfolgen in den neuen Bundesländern, gesehen werden muss? Ist PEGIDA der außerparlamentarische Arm eines islamophoben Campaignings, die Bewegung der „Sarrazin-Leser“? Ist es ein bundesweites Erfolgsmodell oder doch den spezifischen „sächsischen Verhältnissen“ geschuldet?


Diese Fragen wollen wir gemeinsam mit den ausgewiesenen Experten Alexander Häusler und Danilio Starosta diskutieren. Danilo Starosta ist Berater im Kulturbüro Sachsen und verfolgt die Demonstrationen vor Ort. Er gibt uns Auskunft über die soziale und politische Zusammensetzung der Demonstranten und die mögliche Spezifik der politischen Kultur der Stadt Dresden. Alexander Häusler ist Sozialwissenschaftler und wissenschaftlicher Mitarbeiter des Forschungsschwerpunktes Rechtsextremismus/Neonazismus der FH Düsseldorf. Er ist ein ausgewiesener Experte für rechtspopulistische Strömungen. Er hat sich intensiv mit den Kampagnen gegen den Islam und den Moscheebau auseinander gesetzt und hat gerade ein neues Buch über die AfD „Die rechten ,Mut‘-Bürger“ publiziert. Mit ihm wollen wir über PEGIDA im Kontext anderer islamophober Kampagnen und den Zusammenhang mit den AfD-Wahlerfolgen sprechen.

Veranstalter: Eine Veranstaltung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen in Kooperation mit dem Bürgerbündnis gegen Rechtsextremismus Weimar

Ausschlussklausel: Entsprechend § 6 Absatz 1 Versammlungsgesetz sind Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, von der Veranstaltung ausgeschlossen.

Mehr Infos finden Sie hier.

ACC Redaktion (15.01.2015)

Dienstag, 3. Februar 2015, 19:00 Uhr, ACC Galerie
Eintritt: frei!