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Romanze mit der Revolution | A Romance with Revolution

Eröffnung: Do, 17.8.2017 | 18 Uhr

Dauer: 18.8. - 12.11.2017

Petr Belyi (RU)
Lene Berg (NO)
DAI Hua (CN)
Chto Delat (RU)
Yevgeniy Fiks (RU/US)
Gluklya (RU)
Nermine Hammam (EG)
Norbert W. Hinterberger (AT)
Francis Hunger (DE)
Anna Jermolaewa (RU/AT)
Nikita Kadan (UA)
Natasha Kraevskaya (RU)
Victoria Lomasko (RU)
Yerbossyn Meldibekov (KZ)
Ivan Moudov (BG)
Dan Perjovschi (RO)
Fabian Reimann (DE)
Luise Schröder (DE)

Kuration: Anastasia Patsey (RU), Direktorin Museum für non-konformistische Kunst, Pushkinskaya-10, St. Petersburg.

In Zusammenarbeit mit dem Kunstfest Weimar

Gefördert von: Kulturstiftung des Freistaats Thüringen, Thüringer Staatskanzlei — Abteilung Kultur und Kunst, der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), Stadt Weimar, Österreichisches Kulturforum Berlin und Förderkreis der ACC Galerie Weimar.

Von der künstlerischen Komposition zur ästhetischen Abstraktion

Präsidium der landesweiten Proletkult-Organisation, September 1918.
© en.wikipedia.org / Public Domain

Kerstin Stakemeier, Berlin

Als noch nicht sonderlich lange existierende moderne Verengung zuvor wesentlich weiter gefasster ästhetischer Produktionsformen auf einen industriell isolierten Zweig gesellschaftlicher Folgenlosigkeit ist die Kunst ein Kapitalisierungseffekt, weswegen ihre Arbeitsformen zu revolutionieren wären. Eben dies versuchte der russische Proletkult, eine Organisation, die sich kurz vor der Oktoberrevolution in Leningrad gründete und darauf Studios in Fabriken und an der Front etablierte, mit dem Ziel, eine allgemeine künstlerische Produktion zu eröffnen. Damit stand er im direkten Gegensatz zur Kunst- und Kulturpolitik des »orthodoxen Marxismus«, wie z.B. der von Karel Teige in Prag mitbegründete Poetismus. Der Vortrag stellt diese Position nicht nur als vergangenen ästhetischen Radikalismus vor und fragt, warum sich die bürgerlich-kapitalistische ästhetische Beschränkung namens Kunst bis heute so großer Beliebtheit erfreut. Kerstin Stakemeier lehrt Kunsttheorie und -vermittlung an der Akademie der bildenden Künste Nürnberg und forscht zur Kunstgeschichte.

ACC Redaktion (25.10.2017)

Donnerstag, 9. November 2017, 20:00 Uhr, ACC Galerie
Eintritt: 2 € | erm.: 1 €