Die Rolle der Aufmerksamkeit in Kunst und Design

Plumpe Reize bewirken das Gegenteil von Aufmerksamkeit? Oder andersherum? Am 8.12. - Foto: ACC Galerie Weimar

Karl Schawelka, Weimar

Wie weit Menschen zu gehen bereit sind, um wenigstens kurzfristig etwas Aufmerksamkeit zu erregen, kann in der Mode und natürlich in den Medien ersichtlich werden. Die gesamte Werbebranche beschäftigt sich damit, Aufmerksamkeit zu erregen, ehe andere Intentionen ins Spiel kommen. Was nicht unsere Aufmerksamkeit erregt, wird vergessen. Wie also erhält man Aufmerksamkeit?

Es gibt biologische Programme, denen wir unwillkürlich folgen: Ein lauter Knall, eine herausstechende Farbe oder rasche Bewegungen. Was für unsere biologischen Aufgaben relevant ist, wie Gefahren, Sex, Nahrung oder Status, findet leicht Beachtung — gerade die Künstler haben sich als Meister darin gezeigt, Aufmerksamkeit zu erlangen. Auch ist Aufmerksamkeit nur der erste notwendige Schritt, ohne den zwar alles andere vergeblich ist, der aber nicht hinreicht. Sie muss Sinn machen, damit sie Wirkung entfaltet.

Im Vortrag mit Karl Schawelka werden gewisse Mechanismen der Aufmerksamkeit im Alltag und auch im Kunstbereich vorgeführt und diskutiert.

Tabea Cermak (03.11.2016)

Donnerstag, 8. Dezember 2016, 19:00 Uhr, ACC Galerie
Eintritt: 3 € | erm. 2 € | Tafelpass 1 €