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DAS HYBRIS-PROJEKT

Eröffnung: 4.6.2016 | 20:00 Uhr

Dauer: 5.6. bis 25.9.2016

Narda Alvarado (BO)

Chim↑Pom (JP)

Ursula Damm (DE)

GÆG (DE)

Lucy Glendinning (GB)

Harminder Judge (GB)

Bjørn Melhus (DE)

Tobias Regensburger (DE)

Xu Tan (CN)

Pinar Yoldas (TR)

Downloads / Dateien

Narda Alvarados

Narda Alvarado: The Spirit Of Things To Come, 2015.

Narda Alvarados Arbeit, die einzig für die Ausstellung entstand, besteht aus einer Reihe von Notizen und Ideen, welche das ehrliche Ziel eines systematischen Umdenkens verfolgen, als ein Versuch, die problematische Generation innerhalb eines höheren Ordnungssystems in unserer modernen Gesellschaft anzusprechen.

The Spirit of Things to Come (Uqua Ajayu Jutantaniw in Aymara-Sprache) regt dazu an, auf eine spielerische Art die Hybris beiseite zu legen, um von alten Philosophien und nichtmodernen oder indigenen Gemeinschaften zu lernen, indem man sich Spiritualität oder die kindliche Unschuld zu eigen macht. Das Werk erkennt jedoch an, dass man die Vorstellung des «edlen Wilden» nicht unbedingt in den gegenwärtigen indigenen Gemeinschaften findet. Dieses Idealbild von Weisheit gehört möglicherweise der Vergangenheit an.

Somit ist es vielleicht an der Zeit, in die Zukunft überzugehen, ohne dabei die Vergangenheit aus dem Blick zu verlieren. The Spirit of Things to Come ist inspiriert durch das Aymara-Konzept ­K’ep-nair (k’ep = hinter, nair = Auge). Dieses besagt, dass die Vergangenheit im Gegensatz zur Zukunft vor uns liegt, da sie sichtbar ist. Die Zukunft hingegen liegt hinter uns, weil wir sie nicht sehen.

Die Sammlung, die in einem handgefertigten Heft präsentiert wird, zeigt eine Reihe unterschiedlicher Elemente (Menschen, Orte, Veranstaltungen, Umgebungen, Technologien, Fakten), die, kombiniert, eine operative, spielerische Methodik darbieten. Siehe Workshop 5.6.

Caroline Bellstedt (07.06.2016)