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The Politics and Pleasures of Food

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Zeger Reyers

Zeger Reyers: Pink Room, 2013.

*1966, NL

Die Umwelt und ihre natürlichen evolutionären Prozesse bilden den künstlerischen Ausgangspunkt der essbaren Installationen des Niederländers Zeger Reyers. Für den Skulpturenzüchter ist die vom Menschen bewohnte Welt längst losgelöst worden von der alles umgebenden Natur, die für ihre Bewohner nicht mehr von großer Bedeutung zu sein scheint. Reyers spielt mit den der Natur eigenen Systemen und Gesetzen und führt den Betrachter in die Konfrontation mit der Zeitlosigkeit und Unabhängigkeit jener ökologischen Regelwerke. Der natürliche Kreislauf des Lebens – Geburt, Wachsen, Leben und Tod – verdeutlicht sich vor allem in den Pilz-Installationen des Künstlers. Vor dem inneren Auge rufen die lebenden Skulpturen das Bild einer im Dschungel verschwindenden Stadt hervor – ein Aufleben und Neubeginn, vor allem aber die Zurückeroberung dessen, was der Natur vom Menschen genommen wurde: genügend Lebensraum zum Entfalten, Überleben und Existieren. Das ACC mag diesen in besonderer Weise gewähren und gerade für den Künstler selbst einen besonderen Stellenwert einnehmen: In den Gemäuern des historischen Gebäudes kann man sich vergangenen Zeiten hingeben, gleichzeitig schafft Reyers, der ursprünglich gern Biologe geworden wäre, ein neues Biotop, das den natürlichen Prozessen des Wachsens und Gedeihens ihren Freiraum zurückgibt.

ACC Redaktion (17.07.2014)