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Anija Seedler: imperfektes Kino

Anija Seedler, geboren 1974, ist als bildende Künstlerin und Szenografin tätig. Sie studierte von 1993 bis 1998 Mode-design an der FH für Angewandte  Kunst Schneeberg und von 2000 bis 2002 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. Bereits 1996/1997 arbeitete sie als Kostüm-assistentin am Teatro Comunale di Bologna und war im Jahr 2000 als Gewandmeisterin am Theater Annaberg-Buchholz tätig. Seedler inszenierte Kinderstücke und hat an zahlreichen Theaterproduktionen in Deutschland, Italien und Frankreich szenografisch mitgewirkt. Erste Publikationen erschienen 2007 im weiw Verlag Stral-sund/Amsterdam. Seedler arbeitet genreübergreifend, doch im Vordergrund steht die zeichnerische Auseinander-setzung mit Widersprüch-lichkeiten und den vielfältigen Interpre-tationsmöglichkeiten einer polaren Welt. Ihre Werke in Tusche, Aquarell und Acryl kennzeichnet die Präsenz der einfachen geschwungenen Linie, die Kraft der farblichen Akzente und die in sich ge-schlossene, vollkommene Bild- und Erzählwelt. Menschen, Tiere und Dinge werden in ausgedachten Inszenierungen zu Kuriositäten, Charakterträgern und Auslösern für Momente filmisch-an-mutender Erinnerung. Themen wie Schönheit und Vergänglichkeit, Wahr-nehmung und Identität stehen dabei im Zentrum ihrer zeichnerischen Analyse, welche mit Realität und Fiktion spielt. Unter anderem wurde sie 2011 mit dem Kunstpreis der Stadt Limburg und 2012 mit dem Phönix Kunstpreis geehrt, nahm an zahlreichen internationalen Aus-stellungen teil und arbeitet in der Leipziger Baumwollspinnerei.

Auf ein Glas mit Hyänen

Was haben Cindy aus Marzahn und Hyänen gemeinsam? Eine Antwort darauf am 27.2.

Andrea Hanna Hünniger, Berlin

Andrea Hanna Hünniger, geboren 1984 in Weimar, wuchs dort in den 1990er-Jahren in einem Plattenbauviertel auf. Ihre Eltern sind Kommunisten und sehr gute Schützen. Sie studierte Philosophie und Geschichte in Göttingen und Berlin und arbeitet für die FAZ, FAS, Die Zeit und Die Welt. 2011 erschien ihr Debüt Das Paradies – Meine Jugend nach der Mauer. Vor der Bundestagswahl provozierte sie in verschiedenen Talkshows mit der Behauptung, sie wäre noch nie wählen gewesen und hätte dies auch nicht vor. Damit hat sie es auf die legendäre Liste der 100 peinlichsten Berliner geschafft. Ihre Reportagen und Kolumnen sind schnell, witzig und radikal. Mit Brigitte Maria Mayer, Heiner Müllers Witwe, schrieb sie das Drehbuch Jesus Cries. Der Film wird 2014 Premiere haben. Im ACC wird Hünniger neueste Prosa und Reportagen lesen – von Berliner Nächten, äthiopischen Hyänen und ihrer Begegnung mit Cindy aus Marzahn. Und mit viel Glück einen Ausschnitt aus ihrem nächsten Roman. Ein Abend voller absonderlicher, romantischer und unheimlicher Geschichten!

ACC Redaktion (05.02.2014)

Donnerstag, 27. Februar 2014, 20:00 Uhr,
Eintritt: 3 € / erm.: 2 € / Tafelpass: 1 €

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