Von der Grundfarbe schwarz

Von der Grundfarbe schwarz erzählt Nikolai Bersarin am 7.11.

Nikolai Bersarin, Berlin

Alle gelungene Kunst der Nachkriegsmoderne sei von der Grundfarbe schwarz, so formulierte es Adorno an einer Stelle seiner „Ästhetischen Theorie“. Um überhaupt noch als Kunst, die Ausdruck ihrer Verhältnisse sein möchte, bestehen zu können, muss sich Kunst verschließen. Schärfer und paradigmatischer als Adorno es in diesen Worten vom Ideal des Schwarzen fasste, lassen sich eine Ästhetik sowie die Kunst nach dem Zweiten Weltkrieg nicht auf den Punkt ihrer Negativität bringen. Einige Aspekte einer Kunst nach Auschwitz, deren Ideal das des Schwarzen ist, sowie die damit korrespondierenden Momente einer Gesellschaftstheorie bei Adorno möchte der Vortrag in eine Konstellation bringen: daß Kunst nicht mehr nur einem abstrakten Ideal von Schönheit huldigt, daß aber ihre Schwärze als Verstummen und Erlöschen von Kunst zugleich nicht das letzte Wort sein können. Kunst und Philosophie sind Ausdruck von Leiderfahrung. Bersarin lebt in Berlin und betreibt den Blog: bersarin.wordpress.com

ACC Redaktion (30.09.2013)

Donnerstag, 7. November 2013, 20:00 Uhr,
Eintritt: 2 € | erm.: 1 €