Tea Mäkipää

Tea Mäkipää: Dying Swan I, II und III, 2013; Swans, 2013.

Tea Mäkipääs Zeichnungen „Dying Swan“ sind einerseits eine Ode an die Schönheit und Unabhängigkeit des Schwanes und seines Lebensstils, zum anderen ein Klagelied über dessen gegenwärtige Lebensbedingungen. Er starb nicht gemeinsam mit der Vernichtung seines natürlichen Lebensraumes aus – den abgelegenen Mooren und Sümpfen – sondern war in der Lage, sein Habitat auf die Städte, das Ödland und die Hinterhöfe industrieller Landschaften auszudehnen. Nicht selten zahlt er dafür mit seinem und dem Leben seiner Nachkommen. Mäkipääs sterbende Schwäne werden vom Zivilisationsmüll erdrosselt, ernähren sich von Plastikabfall oder liegen auf dem OP-Tisch des Veterinärmediziners. Ein griechischer Mythos besagt, dass Schwäne vor ihrem Tode noch einmal mit trauriger, jedoch wunderschöner Stimme ein letztes Lied anstimmen. In dem Audiostück „Swan“ werden dieser bislang unbekannte Gesang, aber auch Klänge anderer Lebenssituationen des Schwanes zu Gehör gebracht.

ACC Redaktion (28.08.2013)