<< Rundgang >>

Bei den Antipoden vom Rennsteig

Ausstellung vom 2.12.2012 bis 27.1.2013

Hardy Raub | Bernd Rückert | Baldur Schönfelder | Hartmut Bechmann | Helga Depping | Karl-Heinz Gollhardt | Peter Schäfer | Walter Lipfert | Friedrich Rittweger | Sabine Rittweger | Jens-Peter Stötzner

Im Tal der Ahnungslosen

Nach 13 Jahren Finsternis, eine schlagartige Erleuchtung am 17.1.

Wolf Wetzel, Frankfurt

Zwischen 2000 und 2006 wurden in Deutschland neun Morde an Menschen mit Migrationshintergrund verübt. Jedes Mal schlossen die Strafverfolgungsbehörden rassistische Motive aus, es war von «Döner-Morden» die Rede, von Mordtaten im kriminellen, ausländischen Milieu. Nachdem 2011 Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt erschossen aufgefunden wurden, wissen wir, dass es einen «Nationalsozialistischen Untergrund» (NSU) gibt und dass die Behörden 13 Jahre lang keine heiße Spur hatten. Seitdem werden in verschiedenen Landesverfassungsschutzämtern Akten vernichtet und unterschlagen. Weitgehend auch jene über die «Operation Rennsteig»: mit dieser wollten Geheimdienste V-Männer in Neonazi-Gruppierungen anwerben, aus denen der NSU hervorgegangen ist – mit Erfolg. Wolf Wetzel, Mitglied in der Anti-Nazi-Koordination Frankfurt (M.), ist Autor und Publizist und hat sich eingehend mit der Spurensuche rund um die «Operation Rennsteig» befasst.

ACC Redaktion (18.12.2012)

Donnerstag, 17. Januar 2013, 20:00 Uhr,
Eintritt: 3 € / erm.: 2 € / Tafelpass: 1 €