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Mit krimineller Energie - Kunst und Verbrechen im 21. Jahrhundert

25.08. bis 18.11.2012

Lourival Cuquinha (BR) | Nathalie van Doxell (FR) | Brock Enright (US) | Christoph Faulhaber (DE) | Florian Göttke (DE) | Adolfo Kaminsky (FR) | Ulla Karttunen (FI) | Oleg Kulik (RU) | Antonio Vega Macotela (MX) | Teresa Margolles (MX) | Ana Mendes (PT) | Ivan Moudov (BG) | Dorota Alicja Nieznalska (PL) | Anna Odell (SE) | Christian Gottlieb Priber (DE) | Nedko Solakov (BG) | Adam Tellmeister (CH) | Avdei Ter-Oganian (RU) | Trummerkind (US)

Das ganz normale Böse

Tabu und Faszination - Über das Böse, dass in jedem steckt am 19.10.

Reinhard Haller, Frastanz (Österreich)

Das Böse ängstigt und bedrückt uns, es nimmt uns Freiheit, Gesundheit und Lebensfreude, es stürzt uns in Konflikte und Leid. Obwohl wir das Böse nicht beschreiben können, wird es gefürchtet, gehasst, bekämpft, gemieden und tabuisiert – und gleichzeitig voll Faszination betrachtet, mit heimlichem Verlangen beäugt und immer wieder in den Medien verfolgt. In seinem neuen Buch «Das ganz normale Böse» schöpft Haller aus der Erfahrung des Gerichtspsychiaters, der über 300 Mörder untersucht hat. Er richtet seinen Blick auf den Sitz des Bösen im Gehirn, auf krankhafte Entwicklungen und Störungen, auf die Urkraft von Emotionen und Affekten, auf die Bedeutung der Erziehung und den Einfluss von Gruppen. Haller beschäftigte sich unter anderem auch mit dem brisanten Fall des Jack Unterweger, einem Serienmörder und gleichzeitigem Künstler, der das Schreiben und Dichten hinter Gittern lernte. In der ACC Galerie Weimar spricht Reinhard Haller über Tatmotive, die Faszination Mord und blickt hinter das, was uns die Medien über Täter und Opfer berichten.

 

ACC Redaktion (21.09.2012)

Freitag, 19. Oktober 2012, 20:00 Uhr,
Eintritt: 3 € / erm.: 2 € / Tafelpass: 1 €