<< Rundgang >>

Mit krimineller Energie - Kunst und Verbrechen im 21. Jahrhundert

25.08. bis 18.11.2012

Lourival Cuquinha (BR) | Nathalie van Doxell (FR) | Brock Enright (US) | Christoph Faulhaber (DE) | Florian Göttke (DE) | Adolfo Kaminsky (FR) | Ulla Karttunen (FI) | Oleg Kulik (RU) | Antonio Vega Macotela (MX) | Teresa Margolles (MX) | Ana Mendes (PT) | Ivan Moudov (BG) | Dorota Alicja Nieznalska (PL) | Anna Odell (SE) | Christian Gottlieb Priber (DE) | Nedko Solakov (BG) | Adam Tellmeister (CH) | Avdei Ter-Oganian (RU) | Trummerkind (US)

Kriminelle in der europäischen Musikgeschichte?

Erlesener Knastbruder J. S. Bach: Mehr über (Klein)Kriminelle der europäischen Musikgeschichte am 24.9.

Joachim Brügge, Salzburg

Die europäische Musikgeschichte weist eine Vielzahl von Parallelen zwischen Künstlern und Verbrechern auf, die als reale Täter und Opfer ihre ganz eigene Kriminalgeschichte geschrieben haben. Prominente Täter waren Don Carlo Gesualdo (Mörder) und Johann Sebastian Bach (ein berühmter Weimarer Knastbruder wider Willen). Hingegen gibt es natürlich auch zahlreiche Fälle, in denen sich ein vermeintliches Verbrechen als Mythos einer schiefen Rezeptionsgeschichte gezeigt hat (Antonio Salieri und dessen angebliche Vergiftung Mozarts). In der Gegenwart hat sich das Themenfeld «Kunst und Verbrechen» auf die Musikpiraterie und das damit verbundene Urheberrecht verlegt. Die Nähe des Künstlers zum Grenzen verletzenden Verbrecher als ästhetisches Sujet lenkt den Blick auf zu hinterfragende Konventionen und Regeln, die es im Verständnis einer europäischen Musikgeschichte gleichzeitig zu bewahren wie zu brechen gilt. Prof. Dr. Joachim Brügge, Dozent für Historische Musikwissenschaft an der Universität Mozarteum in Salzburg, kommt sogar Ludwig van Beethoven auf die Spur.






ACC Redaktion (22.08.2012)

Montag, 24. September 2012, 18:00 Uhr,
Eintritt: 3 € / erm.: 2 € / Tafelpass: 1 €