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Über den Dilettantismus | On Dilettantism

2. Juni bis 12. August 2012

Bernard Akoi-Jackson | Hagen Betzwieser | Ian Bourn | Jeanette Chavez | Mark Dion | Anna Gierster | Kel Glaister | Karl Hans Janke | Eleni Kamma | Adam Knight und Simone Bogner | Paul Etienne Lincoln | Rory Macbeth und Laure Prouvost | Per Olaf Schmidt | Peter Haakon Thompson | Thomas Tudoux | Nomeda und Gediminas Urbonas

Dilettantismus: …und die Freude am Imperfekten

Kunst, Pop, Spiel, Arbeit, Muße, Alltag, Technik und die Freude am Imperfekten am 27.6.

Roger Behrens, Hamburg

Wie der «Amateur» ist auch der «Dilettant» dem Wortsinn nach nur der Liebhaber. Seine Passion richtet sich auf Interessen, die er nicht verallgemeinern kann oder will, obwohl es doch eigentlich allgemeine Interessen sind. Wo es in der bürgerlichen Gesellschaft wichtig war, diese Allgemeinheit herzustellen, wurde «Dilettant» zu einer abfälligen Bezeichnung für den Stümper und Nicht-Könner; moderater gilt für den Amateur, dass er nicht professionell ist. Er kann so gut sein, wie der Profi, nur eben nicht von Berufs wegen. Mit der Disqualifizierung des Dilettanten wurde auch die Liebhaberei abgedrängt, zum Hobby für Freizeit, Feierabend, Ruhestand. Freude am Spiel oder Spielerischen darf nur dort sein, wo sie Arbeit, Betrieb und Geschäft nicht stört. Doch in der Alltagskultur des Pop ist auch ein Dilettantismus rehabilitiert worden, der es ganz offen auf Provokation, Sabotage, Widerstand und die Lust am Imperfekten anlegt. Roger Behrens (*1967) ist ein deutscher Philosoph. Einer seiner Arbeitsschwerpunkte ist die kritische Theorie der Gesellschaft.

ACC Redaktion (23.05.2012)

Mittwoch, 27. Juni 2012, 20:00 Uhr,
Eintritt: Eintritt: 3 € | erm. 2 € | Tafelpass 1 €