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Changes - Kunst nach 9/11

12. November 2011 bis 8. Januar 2012

Nina Berman | Harun Farocki | Christoph Faulhaber | Shahab Fotouhi | Thomas Hoepker | Robert Longo | Elke Marhöfer | Helmut Smits | Wolfgang Staehle

Unschuldig in Guantanamo : Die Uiguren

Uiguren im Fadenkreuz des Antiterror-Kampfes am 15.12.

Ulrich Delius, Göttingen

Sie waren definitiv zur falschen Zeit am falschen Ort: Mehr als ein Dutzend muslimische Uiguren aus China wurden bei der Suche nach Osama bin Laden vor fast zehn Jahren im Grenzgebiet Pakistans und Afghanistans festgesetzt. Zwar beteuerten sie ihre Unschuld, doch sie wurden als Terror-Verdächtige in das US-Gefangenenlager Guantanamo überstellt. Schon bald waren US-Ermittler von ihrer Unschuld überzeugt. Doch die Uiguren hatten keine Chance. Denn sie wurden zum Spielball internationaler Weltpolitik. Es begann ein unwürdiges Schachern um ihr Leben zwischen China, Europa und den USA. China zögerte nicht, sie im Antiterror-Kampf zu instrumentalisieren. Gerechtigkeit haben die Guantanamo-Uiguren bis heute nicht bekommen, obwohl sich amerikanische Rechtsanwälte ehrenamtlich für sie einsetzten und erreichten, dass US-Gerichte ihre Unschuld feststellten.

Als Asienreferent ist Ulrich Delius bei der Gesellschaft für bedrohte Völker für Publikationen und Kampagnenführung verantwortlich. Seit 1986 arbeitet er für die Menschenrechtsorganisation.

ACC Redaktion (25.11.2011)

Donnerstag, 15. Dezember 2011, 20:00 Uhr, ACC Galerie
Eintritt: 3 € / erm.: 2 € / Tafelpass: 1 €