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Die Ideale Ausstellung

23. August 2009 bis 25. Oktober 2009

Jean Jacques Avril (FR) | Guy Ben-Ner (IL) | Knut Birkholz (NL) | Sebastian Brandt (DE) | François Burland (CH) | Fernando Clavería (ES) | Walter Determann (DE) | Tina Fiveash (AU) | Johann Wolfgang von Goethe (DE) | Rodney Graham (CA) | Hancock Shaker Village (US) | Antti Laitinen (FI) | Elysa Lozano (US) | Oneida Community Mansion House (US) | Michelangelo Pistoletto (IT) | François Plée (FR) | Menschenrechtsorganisation PRODEIN (ES) | Christian Gottlieb Priber (DE) | Reiner Riedler (AT) | Karl Hermann Roehricht (DE) | Ho-Yeol Ryu (KR) | Johann Heinrich Wilhelm Tischbein (DE) | Cornel Wachter (DE) | Carsten Weitzmann (DE)

Das "Wesen" der Utopie

Marvin Chlada, Duisburg

Dem Wortsinn nach lässt Utopie sich nicht verorten. Doch sie hinterlässt Spuren, ob in Mythen oder Märchen, Reiseromanen oder Science Fiction - bis hinein in die Regelwerke zahlreicher Klöster und die Rechtssprechung ganzer Staaten. Aber was ist eigentlich gemeint, wenn von "Utopie" oder vom "Utopischen" die Rede ist? Warum liefert ausgerechnet die Utopia (1516) des Thomas Morus das Modell, nach dem heute ein ganzes Genre benannt wird, obwohl vergleichbare "Staatsromane" bereits vor Morus, in Antike und Mittelalter, geschrieben und diskutiert wurden? Wie lässt sich sog. "utopisches Denken" von anderen Formen des Denkens, etwa von religiösen Heilserwartungen (Eschatologie), von "Visionen" oder "Ideologie" unterscheiden? Fragen dieser Art bilden für den Kultur- und Sozialwissenschaftler Marvin Chlada den Ausgangspunkt einer exemplarischen Reise durch andere Länder und fiktive Welten. Dabei soll das "Wesen" der Utopie erkundet, dessen soziale Funktionen sichtbar gemacht, sowie (mögliche) Veränderungen im Utopiediskurs nachgezeichnet und vorgestellt werden.

Der Sozialwissenschaftler und Publizist Marvin Chlada, der 1970 in Esslingen am Neckar geboren wurde, kann auf eine Vielzahl von Veröffentlichungen zurückblicken. Zahlreiche Beiträge in Zeitschriften und Zeitungen wie "Jungle World" oder "junge Welt" sind Zeugen seiner umfangreichen journalistischen Arbeit. Als Autor und Herausgeber ist er jedoch auch direkt an einigen Buchveröffentlichungen beteiligt. Darüber hinaus arbeitet er an diversen Filmen und Hörspielen. Seine Themenschwerpunkte sind dabei neben dem "Utopiediskurs der Moderne" hauptsächlich "Soziale Bewegungen" und "Alltags- und Populärkultur".

http://www.chlada.de

Marko Meister (22.09.2009)

Donnerstag, 15. Oktober 2009, 20:00 Uhr, ACC Galerie
Eintritt: 3 € / erm.: 2 € / Tafelpass: 1 €