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Die Ideale Ausstellung

23. August 2009 bis 25. Oktober 2009

Jean Jacques Avril (FR) | Guy Ben-Ner (IL) | Knut Birkholz (NL) | Sebastian Brandt (DE) | François Burland (CH) | Fernando Clavería (ES) | Walter Determann (DE) | Tina Fiveash (AU) | Johann Wolfgang von Goethe (DE) | Rodney Graham (CA) | Hancock Shaker Village (US) | Antti Laitinen (FI) | Elysa Lozano (US) | Oneida Community Mansion House (US) | Michelangelo Pistoletto (IT) | François Plée (FR) | Menschenrechtsorganisation PRODEIN (ES) | Christian Gottlieb Priber (DE) | Reiner Riedler (AT) | Karl Hermann Roehricht (DE) | Ho-Yeol Ryu (KR) | Johann Heinrich Wilhelm Tischbein (DE) | Cornel Wachter (DE) | Carsten Weitzmann (DE)

John Lennon & Yoko Ono: Bed-In

"Give peace a chance" als Credo des Idealen am 8.10.
Foto: © Roy Kerwood

Andreas Rumpfhuber, Wien

Am späten Abend des 26. Mai 1969 betritt das komplett in weiß gekleidete, junge Ehepaar John Lennon und Yoko Ono, gefolgt von einer Entourage aus Managern, Kamerateams, Fotografen und Journalisten, sein Hotelzimmer im Queen Elisabeth Hotel in Montreal. Eine Woche lang werden die beiden Künstler für ihre ideale Welt, für eine Welt der unendlichen, aggressionslosen Liebe, arbeiten und das Format ihres Honeymoons, das Bed-In im Amsterdamer Hilton zwei Monate zuvor, in Nordamerika wiederholen. Der Friedensaktivismus mit seinen weltberühmten Instruktionen: "Stay in Bed, Grow your Hair" lässt sich als idealtypische Fluxuskunst Yoko Onos lesen, die sich gegenüber der Welt öffnet und John Lennons Praxis als autonomes, unternehmerisches Selbst inkooperiert. Der Vortrag von Andreas Rumpfhuber spürt dem Friedensaktivismus nach und liest die beiden Performances in Amsterdam und Montreal als Folie für eine spezifische Art des zeitgenössischen Arbeitslebens, das er "The Working Glamour" nennt.

Der 1972 in Missouri geborene Andreas Rumpfhuber ist Architekt und Forscher mit dem Arbeitsschwerpunkt der innenräumlichen Organisation. Nach seinem Studium der Architektur in Graz und London sowie Forschungsarbeiten in Los Angeles nahm er eine Lehrtätigkeit in Wien an, wo er immer noch ein eigenes Büro hat. Ein Doktorats-Stipendiat in Kopenhagen, Gastvorträge und Forschungsaufträge verschiedenster Art ergänzen seine akademische Laufbahn. Inzwischen lebt und arbeitet Andreas Rumpfhuber als Architekt in Wien und Kopenhagen. Darüber hinaus ist er Mitglied des Forscher- und Künstlerkollektivs "Roundtable: Research Architecture", schreibt regelmäßig über Architektur und publiziert in internationalen Fachzeitschriften und Journals.

http://www.rumpfhuber.org

Marko Meister (22.09.2009)

Donnerstag, 8. Oktober 2009, 20:00 Uhr, ACC Galerie
Eintritt: 3 € / erm.: 2 € / Tafelpass: 1 €